
Ipad vs. Zeitung, Foto: ReneS._flickr
Noch vor einigen Jahren sah man morgens in der U-Bahn fast alle mit einer Zeitung in der Hand. Heutzutage besitzt davon mehr als die Hälfte ein iPad und informiert sich über die Neuigkeiten des Tages via Internet und App. Anstatt umständliches Blättern reichen nun schnelle Klicks, um an die interessantesten Infos zu gelangen.
Doch wie ein französischer Website-Marktforscher herausfand, konnten sich Zeitungsleser den Inhalt des gelesenen Artikels merken, iPad-Leser jedoch nicht. Verleitet das iPad also zum oberflächlichen Lesen? Eine weitere Studie mittels Blickrichtungs-Tracking zeigte, dass Leser einer Zeitung den Artikel ausführlich durchlesen und länger bei Begriffen verweilen. Sie konnten den Inhalt bis zu 90 Prozent wiedergeben. Erfahrene Leser, die denselben Artikel auf einem iPad vorgelegt bekamen, lasen ihn nur quer. Sie ließen die Blicke nicht an wichtigen Begriffen haften und “überblickten” den Text mehr, nahmen dabei aber lediglich die Grundidee des Textes auf. Bei den Verständnistests konnten circa 70 Prozent des Inhaltes wiedergegeben werden. Auch in Sachen Zeit liegen die iPad-Leser nicht vorn. Die benötigte Zeit, um den Artikel zu lesen, war in beiden Gruppen annähernd gleich. Befürworter der elektronischen Lesemöglichkeit meinen, dass man sich erst an das neue Medium und die damit verbundene Art zu lesen gewöhnen muss. Bis dahin heißt es einfach: fleißig weiter üben.





