22. August 2011

Der BMI

Kategorien: Gesundheitstipps — Schlagwörter: , , – Sonja um 10:13

In vielen Frauenzeitschriften wird oft vom „BMI“ gesprochen. Es gilt, ihn zu berechnen, den perfekten BMI zu finden, es gibt Diskussionen, ob der BMI wirklich aussagekräftig ist.

Doch was bedeuten eigentlich diese drei Buchstaben?

Die Abkürzung BMI leitet sich vom englischen Wort Body-Mass-Index ab. Zu deutsch könnte man dies mit Körpermasseindex übersetzen. Der BMI ist eine Maßzahl, um das Körpergewicht eines Menschen in Zusammenhang mit seiner Körpergröße zu beurteilen.

Als Erfinder des Bodymasseindex wird Adolphe Quetelet angesehen, der 1870 eine Formel zur Berechnung des BMIs aufstellte.

Dieser Index bezieht sich auf das Körpergewicht und auf die Körperoberfläche. Diese wird in der BMI-Formel näherungsweise aus dem Quadrat der Körpergröße berechnet.

Der BMI ist jedoch umstritten. Er wird zwar auch von Ärzten zur schnellen Diagnose herangezogen, ist letztendlich jedoch nur ein grober Richtwert. Die individuelle Statur des Menschen, seine Proportionen und sein Geschlecht werden hierbei nicht mit einbezogen. Auch die individuelle Zusammensetzung der Körpermasse aus Fett- und Muskelgewebe wird nicht beachtet.

Man berechnet den Body-Mass-Index folgendermaßen: Man teilt die Körpermasse in Kilogramm durch das Quadrat der Körpergröße in Metern. Die Zahl, die sich daraus ergibt, ist der BMI.

Man sagt, dass ein BMI von 18,5 bis 25 als Normalgewicht gilt.

Einen BMI von 20 hat beispielsweise eine Frau, die 58 Kilogramm schwer ist und 1,70 Meter groß.

Liegt der BMI unter 18,5, so handelt es sich bereits um Untergewicht. Bei einem Wert von über 25 spricht man von Präadipositas, also Übergewicht. Um den BMI richtig zu interpretieren, muss man viele Faktoren berücksichtigen: Alter, Geschlecht, Proportionen. Zudem sollte man sich nicht nur auf den BMI verlassen, sondern auch eine Messung des Körperfettanteils durchführen. Muskelmasse ist bekanntlich schwerer als Fettmasse. Dadurch haben sehr muskulöse Menschen auch einen verzerrten BMI, obwohl sie völlig gesund sind. In solchen Fällen gilt ein hoher BMI nicht als Adipositas.

1. August 2011

Schwerhörigkeit bei Deutschen nimmt zu

Kategorien: Gesundheitstipps — Schlagwörter: , , , – Hans um 16:06
Ohr, Foto von gedankenstuecke/flickr.com

Ohr, Foto von gedankenstuecke/flickr.com

Die Volkskrankheiten nehmen zu. Zu ihnen zählt auch die Schwerhörigkeit. Mittlerweile leidet jeder fünfte Erwachsene in Deutschland darunter. Besonders häufig ist jedoch die Altersschwerhörigkeit: fast 50 Prozent der über-Siebzig-Jährigen sind daran erkrankt. Häufigste Ursache dafür ist Lärmbelastung, sowohl privat, als auch am Arbeitsplatz. Deshalb fangen einige Firmen nun an, ihre Mitarbeiter einem jährlichen Hörscreening zu unterziehen. Dadurch sollen die Erkrankungen der Hörwege frühzeitig erkannt werden. Hierdurch kann man die Zahl der Betroffenen erheblich reduzieren, denn ein früh festgestellter Hörschaden kann eher korrigiert werden, als ein lang unbemerktes Leiden. Moderne Hörgeräte oder auch Operationen am Ohr können Abhilfe schaffen.

Wenn Schwerhörigkeit nicht behandelt wird, verschlimmert sie sich auf Dauer, da mit der Zeit immer weniger Schallreize das Zentralnervensystem erreichen und dessen Strukturen verkümmern. Was auch oft nicht beachtet wird: auch das Risiko, an Demenz zu erkranken, steigt, wenn Schwerhörigkeit nicht behandelt wird.

Von Fachleuten werden zwei grundlegende Typen der Schwerhörigkeit unterschieden. Am häufigsten ist das Innenohr betroffen, in welchem 20.000 Sinneszellen sitzen. Man nennt diese auch Haarzellen. Diese sind dafür zuständig, Schall in elektrische Impulse umzuwandeln und diese an das Gehirn weiterzuleiten.

Wenn diese Haarzellen zum Beispiel durch Durchblutungsstörungen, Hörstürze oder Lärmschäden beschädigt werden, dann können die Betroffenen verschiedene Tonfrequenzen nicht mehr wahrnehmen.Das Innenohr ist aber nicht unheilbar krank: wenn man die Ursache für den Schaden rechtzeitig erkennt und von da an meidet, kann es sich wieder erholen.

Meist wird zur Verbesserung des Hörvermögens ein Hörgerät empfohlen. In besonderen Fällen hilft auch eine Innenohrprothese, das sogenannte Cochlear-Implantat.

Mittelohrschwerhörigkeit hat im Gegensatz dazu rein mechanische Ursachen. Hierbei ist die Übertragung von Schall vom Trommelfell ins Innenohr gestört. So etwas kann durch Infekte im Mittelohr oder durch Verletzungen im Trommelfell erfolgen.